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Wie kann man positive und negative Balken in einem Säulen- oder Balkendiagramm farblich unterscheiden?

AutorXiaoyang Änderungsdatum

Beim Arbeiten mit Daten in Excel ist es üblich, sowohl Gewinne als auch Verluste, Einnahmen und Ausgaben oder andere dichotome Werte mithilfe von Säulen- oder Balkendiagrammen darzustellen. Standardmäßig zeigt Excel jedoch alle Balken in einer einzigen Farbe an – unabhängig davon, ob ihre Werte positiv oder negativ sind. Diese einheitliche Färbung erschwert es Betrachtern, Trends auf einen Blick zu erkennen oder wesentliche Unterschiede sofort zu erfassen.

Für mehr Übersichtlichkeit und eine professionelle visuelle Wirkung empfiehlt sich die Verwendung unterschiedlicher Farben für positive und negative Balken in Ihrem Diagramm. In diesem Tutorial stellen wir Ihnen mehrere effektive Methoden vor, um positive und negative Werte in Säulen- oder Balkendiagrammen farblich klar zu trennen. Jede Methode umfasst detaillierte Anleitungen, passende Anwendungsszenarien, potenzielle Vor- und Nachteile sowie praktische Tipps, um häufige Fehler zu vermeiden.

Farbliche Trennung positiver und negativer Balken in Säulen-/Balkendiagramm
VBA-Makro: Automatische Farbzuweisung basierend auf positiven/negativen Werten
Excel-Formel: Verwendung von Hilfsspalten und Datenreihen für zweifarbige Balkendiagramm


Pfeil blau rechts Sprechblase Farbliche Trennung positiver und negativer Balken in Säulen-/Balkendiagramm

Excel bietet eine integrierte Bei negativen Werten invertieren-Funktion, die eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit bietet, positive und negative Balken in Säulen- oder Balkendiagrammen optisch klar voneinander zu unterscheiden. Diese Methode eignet sich ideal für kleine bis mittlere Datensätze und erfordert weder Formeln noch Skripterstellung. Wenn Ihr Ziel darin besteht, mit minimalem Aufwand eine einfache und klare Trennung zu erreichen, ist dies der empfohlene Ansatz.

1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Balken der Datenreihe in Ihrem Diagramm und wählen Sie im Kontextmenü Datenreihen formatieren, wie im folgenden Screenshot gezeigt:

Klicken Sie im Kontextmenü auf Datenreihen formatieren

2. Wählen Sie im Dialogfeld Datenreihen formatieren links den Eintrag Füllung aus. Aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Bei negativen Werten invertieren. Excel erkennt dadurch automatisch positive und negative Werte und stellt sie visuell klar voneinander getrennt dar. Siehe Screenshot:

Option „Bei negativem Wert umkehren“ aktivieren

3. Wenden Sie als Nächstes unterschiedliche Farben für die Datenbalken an: Aktivieren Sie die Option Volltonfüllung, und wählen Sie im Abschnitt Füllfarbe die gewünschten Farben für positive und negative Werte aus. So passen Sie beide Kategorien vollständig an. Siehe Screenshot:

verschiedene Farben für positive und negative Balken festlegen

4. Sobald Sie die Farben ausgewählt haben, klicken Sie auf Schließen, um das Dialogfeld zu verlassen. Ihr Diagramm zeigt nun automatisch positive und negative Balken in den von Ihnen festgelegten Farben an – für eine deutlich klarere Unterscheidung bei Analyse und Berichterstattung.

positive und negative Datenbalken werden jeweils mit unterschiedlichen Farben gefüllt

Hinweise und Tipps:

1. In Excel 2013 und neuer öffnet sich nach einem Rechtsklick auf die Datenbalken und der Auswahl von Datenreihen formatieren die Benutzeroberfläche als Seitenbereich. Klicken Sie hier auf das Symbol Füllung & Linie, aktivieren Sie Bei negativen Werten invertieren und legen Sie anschließend unter der Option Volltonfüllung die Farben für positive und negative Balken fest. Siehe Screenshot als Orientierungshilfe:

Schritte zum Festlegen unterschiedlicher Farben für positive und negative Balken in Excel 2013

2. Dieser Ansatz funktioniert sowohl für Säulendiagramme als auch für Balkendiagramme.
3. Falls Ihr Diagramm mehrere Datenreihen enthält oder Sie Balken individuell entsprechend einer spezifischen Logik (jenseits von positiv/negativ) einfärben müssen, sind gegebenenfalls erweiterte Methoden wie Hilfsspalten oder VBA erforderlich.
4. Sollte die Option „Bei negativen Werten invertieren“ ausgegraut sein, vergewissern Sie sich, dass Sie eine einzelne Datenreihe und kein gestapeltes Diagramm bearbeiten, da diese Funktion bei gestapelten Säulen- oder Balkendiagrammen nicht verfügbar ist.

Diese Lösung wird aufgrund ihrer Einfachheit und der schnellen Ergebnisse bevorzugt – besonders bei einspaltigen Säulen- oder Balkendiagrammen. Für mehr Kontrolle oder automatisierte Massenanpassungen empfehlen wir die folgenden fortgeschrittenen Methoden.


VBA-Makro: Automatische Farbzuweisung basierend auf positiven/negativen Werten

Wenn Sie Balkenfarben programmgesteuert basierend auf ihrem Wert – positiv oder negativ – festlegen möchten oder Diagramme mit mehreren Datenreihen sowie komplexeren Farbregeln verarbeiten müssen, bietet sich ein VBA-Makro an. Diese Methode sorgt für maximale Flexibilität bei der Stapelverarbeitung und gewährleistet eine konsistente Formatierung – besonders vorteilhaft, wenn Sie Ihre Diagramme regelmäßig aktualisieren oder große Datensätze verwalten.

1. Drücken Sie Alt + F11, um den Visual Basic for Applications-Editor zu öffnen. Klicken Sie im VBA-Fenster auf Einfügen > Modul, und fügen Sie den folgenden Code in das neue Modul ein:

Sub ColorBarsPositiveNegative()
    Dim cht As Chart
    Dim srs As Series
    Dim iPoint As Integer
    Dim vValue As Variant
    Dim posColor As Long
    Dim negColor As Long
    
    On Error Resume Next
    xTitleId = "KutoolsforExcel"
    
    ' Set your preferred RGB colors below
    posColor = RGB(91, 155, 213) ' Blue for positive
    negColor = RGB(192, 80, 77) ' Red for negative

    ' Use currently selected chart
    If ActiveChart Is Nothing Then
        MsgBox "Select a chart first.", vbExclamation, xTitleId
        Exit Sub
    End If
    
    Set cht = ActiveChart
    
    For Each srs In cht.SeriesCollection
        For iPoint = 1 To srs.Points.Count
            vValue = srs.Values(iPoint)
            
            If vValue >= 0 Then
                srs.Points(iPoint).Format.Fill.ForeColor.RGB = posColor
            Else
                srs.Points(iPoint).Format.Fill.ForeColor.RGB = negColor
            End If
        Next iPoint
    Next srs
End Sub

2. Schließen Sie den VBA-Editor. Wechseln Sie zurück zu Ihrer Excel-Arbeitsmappe, wählen Sie Ihr Diagramm aus und drücken Sie Alt + F8, um das Dialogfeld „Makro“ zu öffnen. Wählen Sie ColorBarsPositiveNegative aus und klicken Sie auf Ausführen. Das Makro durchläuft alle Balken und weist automatisch Blau für positive sowie Rot für negative Werte zu.

Tipps & Hinweise:

  • Passen Sie posColor und negColor ganz nach Ihren Wünschen mit der RGB-Funktion ()RGB(R,G,B)) an. Für die Standardpalette von Excel entnehmen Sie präzise RGB-Werte direkt aus dem Farbauswahlfeld.
  • Diese Lösung eignet sich sowohl für gruppierte Säulen- als auch für Balkendiagramme – unabhängig davon, ob sie eine einzelne oder mehrere Datenreihen enthalten. Gestapelte Diagramme erfordern möglicherweise zusätzliche Anpassungen.
  • Sollte das Makro keine Wirkung zeigen, stellen Sie sicher, dass das Diagramm vor dem Ausführen des Codes aktiv ausgewählt ist.
  • Für eine Massenautomatisierung über mehrere Diagramme hinweg oder bei dynamischen Datensätzen können Sie durch alle Diagramme iterieren, indem Sie den Code entsprechend anpassen.

Dieser VBA-Ansatz ist ideal, wenn Sie regelmäßig komplexe Berichte erstellen oder hochgradig anpassbare Färberegeln benötigen, die von den standardmäßigen Diagrammoptionen nicht unterstützt werden. Beachten Sie jedoch, dass Ihre Makrosicherheitseinstellungen die Codeausführung einschränken können – aktivieren Sie daher gegebenenfalls Makros, sobald Sie dazu aufgefordert werden.

Excel-Formel: Verwendung von Hilfsspalten und Datenreihen für zweifarbige Balkendiagramm

Eine weitere praktische Lösung – besonders nützlich, wenn Sie die Farbzuweisung vollständig manuell steuern möchten oder mehr als nur die Unterscheidung zwischen positiv und negativ visualisieren wollen (z. B. verschiedene Farbtöne je nach Wertegröße) – besteht darin, mithilfe von Excel-Formeln zwei Hilfsspalten zu erstellen: eine ausschließlich mit positiven und eine ausschließlich mit negativen Werten. Jede Spalte wird dann als eigene Datenreihe dargestellt, wobei für jede Reihe individuelle Farben festgelegt werden. Diese Methode eignet sich auch hervorragend, wenn Sie erweiterte Logik der bedingten Formatierung anwenden oder Datenbeschriftungen nur für bestimmte Balken berücksichtigen müssen.

Im Folgenden finden Sie eine Anleitung zur Organisation Ihrer Daten und zur Konfiguration Ihres Diagramms:

Angenommen, Ihre Ausgangswerte befinden sich in Spalte B (B2:B11).

1. Fügen Sie direkt neben Ihren Originaldaten zwei Hilfsspalten mit den Überschriften „Positiv“ und „Negativ“ ein.

2. Geben Sie in der ersten Zelle (z. B. C2) der neuen Hilfsspalte „Positiv“ folgende Formel ein:

=IF(B2>=0,B2,NA())

Diese Formel übernimmt den Wert aus B2, sofern dieser positiv oder null ist; bei einem negativen Wert gibt sie NA() zurück, was von Excel-Diagrammen ignoriert wird – es wird kein Balken angezeigt.

3. Geben Sie in der Hilfsspalte „Negativ“ folgende Formel in die erste Zelle (z. B. D2) ein:

=IF(B2<0,B2,NA())

Diese Formel zeigt negative Werte an und blendet alle nicht-negativen Werte aus.

4. Ziehen Sie die Formeln in beiden Hilfsspalten über den gesamten Bereich nach unten, um sie an Ihren Datensatz anzupassen.

5. Halten Sie die Strg-Taste gedrückt, wählen Sie Ihre Kategoriebeschriftungen sowie beide Hilfsspalten aus und fügen Sie dann ein gruppiertes Säulendiagramm oder Balkendiagramm ein. Es werden zwei Datenreihen angezeigt: eine für positive Zahlen (zeigt Balken nur für positive Werte an) und eine für negative Zahlen – jeweils in zwei unterschiedlichen Farben.

Tipps und Hinweise:

  • Die Verwendung von NA() stellt sicher, dass an unerwünschten Positionen keine leeren oder „höhenlosen“ Balken angezeigt werden – so bleibt die visuelle Klarheit des Diagramms gewahrt.
  • Dieser Ansatz lässt sich auf zusätzliche Bedingungen verallgemeinern – beispielsweise zum Einfärben von Balken basierend auf benutzerdefinierten Schwellenwerten oder Wertebereichen, indem die Anzahl der Hilfsspalten und die bedingte Logik entsprechend erweitert werden.
  • Wenn Ihr Diagramm automatisch aktualisiert werden soll, erweitern Sie unbedingt den Diagrammbereich – oder wandeln Sie Ihre Daten in eine Excel-Tabelle um.
  • Verwenden Sie diese Methode, wenn die Option „Bei negativen Werten invertieren“ nicht ausreichend flexibel ist oder wenn Sie mit gestapelten oder komplexen Diagrammen arbeiten.

Dank dieser Struktur lassen sich Diagrammaktualisierungen und Formatierungsanpassungen mühelos umsetzen, und Sie behalten die detaillierte Kontrolle über die Formatierung einzelner Datenreihen.


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