Wie berechnet man den gleitenden Durchschnitt in Excel?
Bei Daten, die im Zeitverlauf schwanken – wie etwa Aktienkurse, Wetterdaten oder Umsatztrends – ist es entscheidend, die zugrunde liegenden Muster hinter kurzfristigen Ausschlägen oder scheinbar chaotischen Datenreihen zu erkennen. Genau hier zeigt sich der gleitende Durchschnitt als äußerst wertvolles Werkzeug: Er sorgt für eine klare Sicht auf den Trend, indem er kurzfristige Schwankungen glättet und langfristige Entwicklungen oder Zyklen deutlich hervorhebt.
| In diesem Tutorial untersuchen wir Methoden zur Berechnung des gleitenden Durchschnitts in Excel sowie Anleitungen zum Hinzufügen einer Trendlinie für den gleitenden Durchschnitt zu einem vorhandenen Diagramm. Lassen Sie uns beginnen und diese Techniken meistern. |
Was ist ein gleitender Durchschnitt?
Ein gleitender Durchschnitt, auch rollierender oder laufender Mittelwert genannt, ist eine statistische Methode zur Analyse einer Datenreihe. Dabei wird der Durchschnitt verschiedener, sich überschneidender Teilmengen des gesamten Datensatzes berechnet.
Diese Methode ist dynamisch, da sie sich kontinuierlich aktualisiert, sobald neue Daten eintreffen – und eignet sich daher besonders gut, um den Einfluss kurzfristiger Schwankungen oder Ausreißer zu reduzieren. Nehmen Sie beispielsweise eine Reihe aus 10 Zahlen: Wählen Sie eine Teilmenge der Größe 3, beginnt die Berechnung des gleitenden Durchschnitts mit dem Mittelwert der ersten drei Zahlen. Anschließend rückt das Fenster um eine Position vor – die erste Zahl fällt weg, die vierte kommt hinzu – und es entsteht eine neue Dreiergruppe für die nächste Durchschnittsberechnung. Dieses schrittweise Verschieben und Mitteln wird fortgesetzt, bis das Ende der Reihe erreicht ist.
Der gleitende Durchschnitt wird in zahlreichen Bereichen – wie Statistik, Finanzanalyse und Wettervorhersage – erfolgreich eingesetzt, um langfristige Trends klar zu erkennen.
Gleitenden Durchschnitt in Excel berechnen
In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen zwei effektive Methoden zur Berechnung des gleitenden Durchschnitts in Excel vor. Schritt für Schritt zeigen wir Ihnen, wie Sie beide Verfahren souverän und effizient in Ihren Datenanalyse-Aufgaben einsetzen können.
Berechnen des gleitenden Durchschnitts in Excel mithilfe der MITTELWERT-Funktion
Die MITTELWERT-Funktion in Excel bietet eine einfache Möglichkeit, den gleitenden Durchschnitt zu berechnen. Angenommen, Sie haben eine Tabelle mit Daten für acht Perioden und möchten einen gleitenden Durchschnitt über drei Perioden ermitteln – dann folgen Sie dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Klicken Sie auf die Zelle, in der der erste gleitende Durchschnitt angezeigt werden soll – in unserem Beispiel ist das Zelle C4, da wir einen 3-Perioden-gleitenden Durchschnitt berechnen.
- Geben Sie die MITTELWERT-Formel ein:
=AVERAGE(B2:B4)Tipp: Diese Formel berechnet den Durchschnitt der ersten drei Datenpunkte (B2, B3, B4). - Klicken Sie auf Zelle C4 und ziehen Sie das Ausfüllkästchen nach unten bis zur Zelle, in der der letzte gleitende Durchschnitt angezeigt werden soll.

Hinweise:
- Wählen Sie zur übersichtlicheren Darstellung Ihrer Ergebnisse für den gleitenden Durchschnitt die entsprechenden Zellen aus und klicken Sie in der Gruppe „Zahl“ auf der Registerkarte „Start“ auf die Schaltfläche „Dezimalstellen verringern“, um die Anzahl der Dezimalstellen zu reduzieren.

- Nach Anwendung der Formel sehen Sie möglicherweise ein kleines grünes Dreieck in der oberen linken Ecke jeder Zelle. Um dies zu entfernen, markieren Sie die Zellen mit der Formel, klicken Sie auf das gelbe Dreieck mit Ausrufezeichen, das erscheint, und wählen Sie „Fehler ignorieren“.

Berechnen des gleitenden Durchschnitts in Excel mithilfe des Datenanalyse-Tools
Der Befehl „Datenanalyse“ in Excel bietet eine Sammlung leistungsstarker Werkzeuge für die Datenanalyse – darunter das Tool „Gleitender Durchschnitt“, mit dem Sie mühelos den Durchschnitt eines bestimmten Datenbereichs berechnen und direkt ein Diagramm mit gleitendem Durchschnitt erstellen können.
Hinweis: Der Befehl „Datenanalyse“ befindet sich im Register „Daten“. Sollten Sie ihn dort nicht finden, aktivieren Sie ihn über „Datei“ > „Optionen“ > „Add-Ins“. Stellen Sie im Feld „Verwalten“ unten sicher, dass „Excel-Add-Ins“ ausgewählt ist, und klicken Sie auf „Los“. Aktivieren Sie im daraufhin erscheinenden Dialogfeld „Add-Ins“ das Kontrollkästchen neben „Analyse-Funktionen“ und bestätigen Sie mit „OK“.
- Klicken Sie auf „Daten“ > „Datenanalyse“.

- Wählen Sie im Dialogfeld „Datenanalyse“ die Option „Gleitender Durchschnitt“ aus und klicken Sie auf „OK“.

- Führen Sie im erscheinenden Dialogfeld „Gleitender Durchschnitt“ Folgendes aus:
- Eingabebereich: Wählen Sie den Datenbereich für die gleitenden Durchschnitte aus – beispielsweise B2:B9.
- Intervall: Geben Sie die Anzahl der Datenpunkte für den gleitenden Durchschnitt ein. In unserem Fall wählen wir 3.
- Platzierungsbereich der Liste: Wählen Sie den Bereich aus, in dem die Ergebnisse der gleitenden Durchschnitte angezeigt werden sollen – beispielsweise C2:C9.
- Diagrammausgabe: Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie eine grafische Darstellung erhalten möchten.
- Klicken Sie auf „OK“.

Ergebnis
Nachdem Sie auf „OK“ geklickt haben, generiert Excel die gleitenden Durchschnitte im angegebenen Platzierungsbereich der Liste. Ist die Option „Diagrammausgabe“ aktiviert, erstellt Excel zudem ein entsprechendes Diagramm.

Hinzufügen einer Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt zu einem vorhandenen Diagramm
Falls sich bereits ein Diagramm in Ihrem Excel-Arbeitsblatt befindet (siehe unten), fügen Sie ganz einfach eine Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt hinzu, um Trends zu analysieren.

- Klicken Sie auf das Diagramm, zu dem Sie eine Trendlinie hinzufügen möchten.
- Klicken Sie auf „Diagrammentwurf“ (bzw. „Entwurf“ in früheren Versionen) > „Diagrammelement hinzufügen“ > „Trendlinie“ > „Weitere Trendlinienoptionen“.
Schnelltipp: Wenn der standardmäßige „2-Punkte-gleitende Durchschnitt“ Ihren Anforderungen genügt, wählen Sie direkt „Diagrammentwurf“ > „Diagrammelement hinzufügen“ > „Trendlinie“ > „Gleitender Durchschnitt“ aus. So fügen Sie sofort eine Trendlinie mit der Bezeichnung „2-Pkt.-gl. Mw.“ ein. - Wenn der Bereich „Trendlinie formatieren“ rechts in Ihrem Arbeitsblatt geöffnet wird:
- Wählen Sie die Option „Gleitender Durchschnitt“ und geben Sie im Feld „Periode“ das gewünschte Intervall an.
- (Optional) Um den Namen der Trendlinie anzupassen, wählen Sie „Benutzerdefiniert“ und geben Sie Ihren Wunschnamen ein.

Ergebnis
Nach diesen Schritten wird die Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt wie unten dargestellt zu Ihrem Diagramm hinzugefügt.


Erweiterte Diagrammanpassung und -analyse:
- Nutzen Sie für weitere Anpassungen die Registerkarten „Füllung & Linie“ oder „Effekte“ im Bereich „Trendlinie formatieren“, um verschiedene Optionen wie „Linienstil“, „Farbe“ und „Breite“ zu optimieren.

- Fügen Sie zur detaillierteren Analyse mehrere Trendlinien für den gleitenden Durchschnitt mit unterschiedlichen Zeitintervallen hinzu – beispielsweise eine 2-Perioden-Trendlinie (dunkelrot) und eine 3-Perioden-Trendlinie (orange), um zu vergleichen, wie sich der Trend im Laufe der Zeit entwickelt.

Das war alles Wesentliche zum Thema gleitender Durchschnitt in Excel. Wir hoffen, dass Ihnen diese Anleitung weiterhilft! Wenn Sie weitere Excel-Tipps und -Tricks entdecken möchten,klicken Sie bitte hier, um Zugriff auf unsere umfangreiche Sammlung mit über tausend Anleitungen zu erhalten.
Video: Gleitenden Durchschnitt in Excel berechnen
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Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein gleitender Durchschnitt?
- Gleitenden Durchschnitt in Excel berechnen
- Verwendung der MITTELWERT-Funktion
- Verwendung des Datenanalyse-Tools (Diagrammerstellung verfügbar)
- Eine Trendlinie für den gleitenden Durchschnitt zu einem vorhandenen Diagramm hinzufügen
- Video: Gleitenden Durchschnitt in Excel berechnen
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