Wie berechnet man in Excel den Korrelationskoeffizienten zwischen zwei Variablen?
In der Regel verwenden wir den Korrelationskoeffizienten – einen Wert zwischen –1 und 1 –, um Stärke und Richtung des linearen Zusammenhangs zwischen zwei Variablen anzugeben. Als weit verbreitete statistische Kennzahl hilft er dabei, Zusammenhänge wie den zwischen Umsatz und Werbeausgaben, Temperatur und Speiseeisverkäufen oder anderen gepaarten Daten zu verstehen. In Excel lassen sich Korrelationskoeffizienten auf mehrere einfache Weisen berechnen – etwa mithilfe integrierter Funktionen oder spezieller Analysetools.
Methode A: Direkte Verwendung der KORREL-Funktion
Methode B: Anwendung von Datenanalyse und Ausgabe der Analyse
Methode C: Verwendung der PEARSON-Funktion als Alternative
Methode D: Verwendung von VBA-Code zur Berechnung von Korrelationskoeffizienten für mehrere Paare
Methode A: Direkte Verwendung der KORREL-Funktion
Angenommen, Sie verfügen über zwei Datenlisten, die jeweils eine Variable repräsentieren – dann ist diese Methode, um den Korrelationskoeffizienten zwischen diesen beiden Variablen in Excel zu berechnen, sowohl schnell als auch effizient.
Stellen Sie für die praktische Anwendung sicher, dass beide Bereiche numerisch sind und dieselbe Anzahl an Beobachtungen enthalten. Nehmen Sie beispielsweise folgende gepaarte Daten an:
Wählen Sie eine leere Zelle aus, in der das Berechnungsergebnis erscheinen soll. Geben Sie die folgende Formel ein und drücken Sie anschließend die „Enter“-Taste, um den Korrelationskoeffizienten zu berechnen:
=CORREL(A2:A7,B2:B7) 
In dieser Formel stehen A2:A7 und B2:B7 für die beiden Variablenlisten, die Sie analysieren möchten. Die Bereiche müssen gleich lang sein, und jedes Wertepaar sollte derselben Beobachtung entsprechen.
Praktischer Hinweis: Die Funktion KORREL ignoriert Leere Zellen und Text automatisch. Enthalten die beiden Spalten jedoch keine gültigen numerischen Wertepaare, gibt sie einen #DIV/0!-Fehler zurück. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Daten korrekt ausgerichtet sind und numerische Paare enthalten, um eine präzise Korrelationsberechnung zu gewährleisten.
Sobald Sie den Korrelationskoeffizienten berechnet haben, können Sie ein Liniendiagramm einfügen, um die Zusammenhänge visuell zu beobachten und die Korrelation weiter zu interpretieren, wie unten dargestellt:
Diese Methode eignet sich hervorragend für schnelle, manuelle Vergleiche zwischen zwei kleinen Datensätzen oder bei interaktiver Arbeit direkt in Ihrer Tabelle – ideal für Anwender, die sofortige Ergebnisse ohne fortgeschrittene statistische Auswertung benötigen.

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Methode B: Anwendung von Datenanalyse und Ausgabe der Analyse
Wenn Sie die Korrelation zwischen mehreren Variablen gleichzeitig analysieren oder eine umfassendere Ausgabetabelle erhalten möchten, bietet das Excel-Add-In „Analyse-Funktionen“ eine leistungsstarke Lösung: Es erstellt eine Korrelationsmatrix und ermöglicht den Vergleich mehrerer Variablen in einem einzigen Schritt – ideal für umfangreiche Datensätze oder die Erstellung statistischer Berichte.
1. Wenn Sie das Add-In „Datenanalyse“ bereits zur Registerkarte „Daten“ hinzugefügt haben, können Sie direkt mit Schritt 3 fortfahren. Andernfalls klicken Sie auf Datei > Optionen. Wählen Sie im Dialogfeld „Excel-Optionen“ im linken Bereich Add-Ins aus und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Los neben dem Feld „Verwalten: Excel-Add-Ins“.
2. Aktivieren Sie im Dialogfeld „Add-Ins“ das Kontrollkästchen Analyse-Funktionen und klicken Sie dann auf OK. Dadurch wird die Gruppe „Datenanalyse“ zur Registerkarte Daten hinzugefügt.
3. Klicken Sie nun auf Daten > Datenanalyse. Wählen Sie im erscheinenden Dialogfeld „Datenanalyse“ aus der Liste Korrelation aus und klicken Sie anschließend auf OK.

4. Konfigurieren Sie im Dialogfeld „Korrelation“ Folgendes:
1) Wählen Sie den Bereich aus, der Ihre Daten enthält.
2) Wählen Sie je nach Datenstruktur entweder die Option „Spalten“ oder „Zeilen“.
3) Aktivieren Sie die Option „Beschriftungen in der ersten Zeile“, falls Ihre Daten Überschriften enthalten.
4) Geben Sie unter „Ausgabeoptionen“ einen Ausgabeort an, an dem die Ergebnisse angezeigt werden sollen.
5. Klicken Sie auf OK, um die Korrelationsanalysetabelle zu generieren. Die Korrelationskoeffizienten werden im begrenzten Bereich dargestellt.
Diese Methode eignet sich ideal, wenn Sie Zusammenhänge zwischen mehr als zwei Variablen analysieren oder eine übersichtliche Tabelle für Berichtszwecke erstellen möchten. Die Datenanalyse-Ausgabe ist prägnant, bietet jedoch keine zusätzlichen Signifikanzstatistiken. Sollten unerwartete Ergebnisse auftreten, überprüfen Sie Ihre Daten auf Konsistenz, leere Zellen und die korrekte Bereichsauswahl.
Methode C: Verwendung der PEARSON-Funktion als Alternative
Neben KORREL bietet Excel auch die PEARSON-Funktion an, die ebenfalls den Pearson-Korrelationskoeffizienten zwischen zwei Variablen berechnet. Funktionell liefern PEARSON und KORREL identische Ergebnisse. Während KORREL speziell für die Excel-Umgebung optimiert ist, folgt PEARSON strikt der ursprünglichen mathematischen Formel. Für Anwender, die mit statistischer Theorie vertraut sind oder außerhalb von Excel mit statistischen Tools arbeiten, wirkt PEARSON daher oft vertrauter.
Beispielsweise können Sie bei zwei numerischen Listen in A2:A7 und B2:B7 die Korrelation wie folgt berechnen:
1. Wählen Sie eine Zelle aus, in der das Ergebnis angezeigt werden soll, und geben Sie die folgende Formel ein:
=PEARSON(A2:A7,B2:B7) 2. Drücken Sie die Eingabetaste, um die Berechnung abzuschließen. Möchten Sie weitere Datenpaare analysieren, passen Sie die Zellbereiche entsprechend an oder ziehen Sie die Formel in andere Zellen.
Tipps: PEARSON ignoriert Text- und logische Werte. Stellen Sie daher sicher, dass beide Bereiche ausschließlich numerische Werte enthalten und gleich lang sind. Enthält eine Spalte fehlende Daten, passen Sie Ihre Bereiche entsprechend an, um Fehler zu vermeiden.
Die Verwendung von PEARSON ist besonders praktisch für Anwender, die von anderer statistischer Software kommen, oder in akademischen Umgebungen, in denen strenge terminologische Genauigkeit erforderlich ist. Sowohl KORREL als auch PEARSON liefern für typische Anwendungsfälle in Excel identische Ergebnisse.
Falls ein #DIV/0!-Fehler auftritt, überprüfen Sie, ob beide Bereiche gleich lang sind und keine nicht übereinstimmenden leeren oder nicht-numerischen Zellen enthalten.
Vorteile: Einfach zu bedienen und konsistent mit statistischer Software;Nachteile: Bietet für die meisten Anwender keinen signifikanten Unterschied zu KORREL.
Methode D: Verwendung von VBA-Code zur Berechnung von Korrelationskoeffizienten für mehrere Paare
Wenn Sie die Berechnung von Korrelationskoeffizienten für mehrere Datenpaare automatisieren müssen (z. B. bei zahlreichen Variablenkombinationen), ist das Schreiben eines einfachen VBA-Makros eine effiziente Lösung. Diese Methode eignet sich besonders für fortgeschrittene Anwender, die große Datensätze verarbeiten oder repetitive Analyseaufgaben automatisieren möchten.
1. Um diese Methode zu verwenden, öffnen Sie zunächst den VBA-Editor, indem Sie auf Entwicklertools > Visual Basic klicken. Gehen Sie im Fenster „Visual Basic for Applications“ zu Einfügen > Modul, und fügen Sie den folgenden Code in das Modul ein:
Sub BatchCalculateCorrelations()
Dim ws As Worksheet
Dim rng1 As Range, rng2 As Range
Dim lastRow As Long
Dim i As Long
Dim resultCol As Range
On Error Resume Next
xTitleId = "KutoolsforExcel"
Set ws = ActiveSheet
Set rng1 = Application.InputBox("Select first variable range (single column)", xTitleId, Type:=8)
Set rng2 = Application.InputBox("Select second variable range (multiple columns)", xTitleId, Type:=8)
Set resultCol = Application.InputBox("Select starting cell for output", xTitleId, Type:=8)
If rng1.Rows.Count <> rng2.Rows.Count Then
MsgBox "The two data ranges must have the same number of rows.", vbCritical, xTitleId
Exit Sub
End If
For i = 1 To rng2.Columns.Count
resultCol.Cells(1, i).Value = "Correlation with " & rng2.Cells(1, i).EntireColumn.Column
resultCol.Cells(2, i).Value = WorksheetFunction.Correl(rng1, rng2.Columns(i))
Next i
End Sub 2. Schließen Sie nach dem Einfügen des Codes den VBA-Editor. Drücken Sie in Excel Alt + F8, wählen Sie BatchCalculateCorrelations und klicken Sie auf Ausführen. Sie werden aufgefordert, Folgendes auszuwählen:
- Der erste Variablenbereich (eine einzelne Spalte, z. B. A2:A7)
- Der zweite Variablenbereich (eine oder mehrere Spalten, z. B. B2:D7)
- Die Zelle, in der die Ergebnisse beginnen sollen (z. B. F2)
Das Makro berechnet anschließend den Korrelationskoeffizienten zwischen der ersten Variablen und jeder Spalte im zweiten Bereich und zeigt die Ergebnisse horizontal ab der gewählten Zelle an.
Vorteile: Automatisiert sich wiederholende Berechnungen, spart bei großen Datensätzen erheblich Zeit und gewährleistet Konsistenz.
Falls Fehler wie „Die beiden Bereich müssen dieselbe Anzahl von Zeilen aufweisen“ auftreten, stellen Sie sicher, dass alle ausgewählten Spalten exakt dieselbe Zeilenanzahl haben und keine Leere Zeilen enthalten. Zur Fehlerbehebung prüfen Sie, ob Makros aktiviert sind und die Bereiche korrekt ausgewählt wurden.
Bei der Arbeit mit Korrelationskoeffizienten in Excel hängt die Wahl der passenden Methode von Ihrer Datenstruktur und Ihren Analyseanforderungen ab. Für einmalige, schnelle Berechnungen zwischen zwei Datenreihen sind Formeln wie KORREL oder PEARSON effizient und kinderleicht anzuwenden. Müssen Sie mehrere Variablen analysieren oder eine übersichtliche Zusammenfassungstabelle erstellen, ist das Analyse-Funktionen-Paket ideal geeignet. Und falls Sie regelmäßig umfangreiche Datensätze auswerten oder maßgeschneiderte Arbeitsabläufe benötigen, lohnt sich eine Automatisierung per VBA – so sparen Sie wertvolle Zeit und minimieren menschliche Fehler.
Achten Sie stets darauf, dass Ihre Datenbereiche korrekt ausgerichtet, sorgfältig bereinigt und frei von leeren oder nicht-numerischen Zellen sind, um Formelfehler zu vermeiden. Sollten unerwartete Ergebnisse auftauchen, überprüfen Sie Ihre Auswahl und die zugrundeliegenden Datentypen noch einmal gründlich.
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